Frank:
Heute haben wir es geschafft, schon um 8:00 Uhr auf den Rädern zu sitzen. Der Morgen war mit 12°C herrlich kühl und der Campingplatz im Taubergrund anfangs noch totenstill. Der Start durch das romantische Taubertal war unvergleichlich: romantisch ist hier schon fast untertrieben! Nach dem Tal folgten eine Weile baumfreie Gewerbegebiete und straßenfolgende Radwege. Aber dann nach km 11 kam ein Höhepunkt: und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. …
Nach einem halben Kilometer Anstieg mit bis zu 13% Steigung (zum Glück im Wald) erreichten wir eine Linie, die hydrogeographisch Zentral- von Südeuropa trennt: die europäische Hauptwasserscheide.
Will sagen: floss eben noch alles Wasser gen Nordsee, sucht es sich dahinter seinen Weg zum Schwarzen Meer. … So sausten wir frohen Mutes den Südhang der Frankenhöhe hinab, um gegen Mittag auf die Altmühl zu treffen, der wir in den nächsten Tagen bis zur Donau folgen werden.
Die Landschaft auf der Frankenhöhe bzw. am Oberlauf der Altmühl ist von weiten Felder ohne viel Wald geprägt und so brannte uns die Sonne wieder einmal unerbittlich auf die Helme (und erhitzte das, was darunter gut geschützt in unseren Köpfen arbeitet. Wie soll man dabei einen kühlen Kopf behalten?!). Wir waren demnach froh, einen schattigen Pausenplatz für Wanderer und Radler zu finden, im schönen Leutershausen einen schattigen Biergarten mit netten Menschen und schließlich schon gegen 15:00 Uhr im Gasthof Birkel anzukommen.
Sabine:
Ein paar Worte zur Sonnencreme, die muss ich einfach mal verlieren. …
Sie muss sein, ganz ohne Frage. 13 Stunden draußen, da gibt es kein Wenn und Aber – der Sonnenbrand muss auf jeden Fall vermieden werden.
So war ich sehr glücklich, vor einigen Wochen auf der Biomesse reichlich Proben bekommen zu haben, die nun perfekt ins Gepäck passen. Wer schmiert sich schon gerne mit diesem Fettzeugs ein, schwitzt gleichzeitig alles wieder weg und riecht drei Meilen gegen den Wind nach Sonnencreme oder stinkt danach, weil sie nicht parfümiert ist. … Die Biocreme stinkt nicht, das habe ich schon zuhause festgestellt. Sie wartet auf mit einem mineralischen Sonnenblocker und nicht mit dem chemischen, der eine Portion Parfüm benötigt, damit er nicht nach Chemie riecht. So tragen wir reichlich Biozeugs 50 auf. Die Haut wird blau. Die Creme ist fest, fast pastös und verteilt sich schlecht. Wir reiben und reiben und haben im Anschluss eine dicke Fettschicht, fast schon Wachsschicht auf den sonnenbeschienenen Stellen. Aber sie wirkt, die Creme, wir haben keinen Sonnenbrand, es hat funktioniert. Allerdings ist es eine Kunst, sie am Abend wieder wegzuduschen. Nur mit Wasser geht es nicht. Die Creme klebt zuverlässig fest. Nur mit Waschlappen, reichlich Seife und Rubbeln nebst reichlich warmem Wasser haben wir die Chance, mit zarter, trockener Haut ins Zelt zu kriechen. Nicht schön war es, als wir bei einer einzigen Gelegenheit keine Dusche am Abend hatten, so dass der Waschlappen reichen musste: So lösten wir die Creme zwar an, konnten sie aber nicht schnell mit warmen Wasser wegduschen, so dass sie sich anders verteilt wieder auf unsere Körper legte. Ich sage euch, das Gefühl im Bett war EKELIG!!!
Teil 2 zum thema Sonnencreme folgt. …















3 Kommentare zu „T20: Rothenburg o.d.T. → Frankenhöhe“
Wir können den Ort Gunzenhausen wärmstens empfehlen. Weiterhin gute Fahrt !
Stichwort Sonnenschutz:
Auf dem Wasser trage ich langärmlige dünne UV-Shirts,
erspart mir das lästige Einschmieren
und die Sonne brennt nicht so auf
die nackte Haut. Außerdem erzeugen nasse Ärmel Verdunstungskälte.
Ich weiß allerdings nicht, ob das
Radfahren in langärmligen Shirts
angenehm ist. Beim Packen habt
ihr wahrscheinlich nicht an langärmlige Sachen als Sonnenschutz gedacht. Soweit
meine Erfahrungen als Kajakfahrer
auf schwedischen Seen.
Gute Weiterfahrt !
guten Morgen Joachim,
da hast du Recht, soweit haben wir kaum gedacht. Aber es ist durchaus eine Überlegung wert, Danke für die Idee. Dir weiterhin einen schönen Sommer und Grüsse, Sabine