Frank:
Am 22. Juni geht es los. Neben einer Sonderprobe bei uns, einem Probenwochende und vier Konzerten mit dem Trollchor ist noch so einiges vorzubereiten. Die Testtour lieferte uns zwar wertvolle Hinweise, was wir tun und was wir lassen sollten – doch nach wie vor sind viele Dinge unklar, die das Gepäck betreffen. Immerhin sind unsere Räder technisch einwandfrei … aber wohin mit dem ganzen Kram? Minimalismus kennen wir ja bereits von unseren Trekkingtouren, doch der „Alterszuschlag“ an Bequemlichkeit wiegt halt auch.
Sabine:
Jetzt wird es wirklich spannend. Was nehmen wir mit, was bleibt hier? ….
Eines ist klar: Gewicht und Volumen sind begrenzt, aber die Wünsche und Vorstellungen, was unbedingt dabei sein muss, die sind riesig! So war es der Plan, vorerst die Dinge herauszulegen, die wir meinen, unbedingt mitnehmen zu müssen. Und schon geht die Diskussion los:
- Rasierapparat mit Ladekabel für 241 Gramm oder Einmalrasierer für 9 Gramm? Oder einfach wachsen lassen?
- Haarschere für die schon erprobte „Coronafrisur“?
- Wieviel Unterhosen für 3 Monate? Ich verrate jetzt nicht unsere endgültige Entscheidung (aber es sind nicht viele 🙂
- Jacke gegen Kälte oder auch eine „für Gut“?
- Ein Päckchen Hafermilch oder doch das doofe Milchpulver + Zucker in den Kaffee?
- Ist sie nötig, die Minipfanne zum gelegentlichen Anbraten von Zwiebeln oder Ei?
- Sonnenhut U N D Regenhut? Oder reicht die Kapuze des Regenmantels?
- Wieviel Futterreserve?
- Wohin mit den zahlreichen Kabeln? Offenbar sind wir als Menschen ohne Elektronik nicht mehr überlebensfähig 🙁
Heute ist der Tag des Probepackens. Das Wohnzimmer sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ich habe nicht mitgezählt, aber gefühlte 1.000 Kleinigkeiten und Großigkeiten liegen auf Stühlen, Couch und Tisch verstreut. Kaum ist es uns noch möglich, durch das Zimmer zu gehen, ohne über irgendetwas zu stolpern … Überforderung macht sich breit. Wo soll das alles hin? Wir verlieren uns im Klein-Klein: wie sollten die Kabel am besten verpackt werden? in Gefrierbeuteln und beschriftet? Alles in einen Karton? Welches Kabel ist überhaupt wofür und wie vermeiden wir Kabelsalat? Haben wir genügend Gummibänder? Griffbereit sollte es auch sein…
Eine vergnügliche Kellerentdeckung machen wir: eine Kiste mit gesammelten Utensilien für unsere damaligen Lapplandwanderungen taucht aus den Tiefen der Vergangenheit auf. Das können wir jetzt super gebrauchen: die über 40 Jahre alten Kunsstoffröhrchen für Stuhl und Urinproben (aus der Praxis meiner damaligen Ausbildungsstätte) und natürlich ungebraucht und klinisch rein :-))
Es sind die perfekten wasserundurchlässigen Behältnisse für Salz, Zucker, Gewürze. In einem befand sich noch eine Ladung Zimt, der so aromatisch roch wie vor 40 Jahren eingepackt.
So verging der Tag mit Suchen, Packen, Fluchen, Seufzen und dem Wunsch nach Schlafen im Chaos.
Das Ergebnis nach 7 Stunden Gewühle: 33 kg auf meinem „long vehicle“, ca 14 kg auf Franks „Biobike“. Wir können nicht mehr, aber es ist fast alles untergebracht. Zur Feier des Tages gönnen wir uns einen Restaurantbesuch, bei dem wir dann schon wieder scherzen können. Ich bin sehr gespannt und ehrlich? Mein Respekt vor der Reise steigt!




5 Kommentare zu „Packen“
Macht das bloß richtig mit den Unterhosen! Auf einer Radreise durch Frankreich vor über 25 Jahren landete ich eines Nachmittages in der Apotheke. Grund war: 2 Tage dieselbe *ihrwisstschon*😉 – der Apotheker grinste als ich sagte: „Mon po est rouge“. Das Wörterbuch habe ich aufgrund des Gewichts natürlich auch zuhause gelassen🫣
Ich zog daraus meine Lehren😂
Viel Spaß beim Packen😉👍
LG Heiko
😂😂😂
Danke, liebe Inga, dass du uns diese schöne Internetseite kreiert hast. Das wird nicht nur für unsere Freunde, sondern auch für uns selbst eine wertvolle Erinnerung bleiben.
Auch von mir ein „Tack-Tack“ an Inga … und ein Test, ob du, liebe Sabine, eine Info bekommst, wenn ich antworte.
Ich erinnere mich an die Vorbereitungen für die Lappland-Touren früher… da sah das Wohnzimmer ähnlich aus 🙂