3 Monate auf dem Rad durch das Herz Europas

T42: Oberes Murtal aufwärts → →

Frank: ACHTUNG – Unbedingt bis zum Ende lesen 😉

Heute hatten wir eine kurze Etappe von nur 38 km, da ansonsten kein Campingplatz in erreichbarer Entfernung zu finden war. Wir hoffen, dass die Gewittervorhersagen für heute und morgen stimmen, sodass wir endlich mal wieder zelten können. Die Route war teilweise sehr schön (bis auf die Autobahn, an der es streckenweise entlangging) und endlich sahen wir im Norden richtige Berge: den Reiting in den Eisenerzer Alpen.

Sabine:

Autobahnbegleitender Radweg – so könnte man die heutige Strecke grob umschreiben. Der Weg nennt sich malerisch „Mur-Radweg“, das hört sich an, als wäre das idyllisch. Der Weg führt entlang der Mur, doch verschwiegen hat uns der Reiseführer, dass auch eine Autobahn an der Mur entlangführt. Aber ich will nicht meckern, es gibt auch schöne Abschnitte: Die Schattenstrecke auf der Landstrasse zum Beispiel, fest umschlossen und  damit getrennt von der Mur führt der Weg an der Leitplanke entlang. Auch die Kilometer am Chrombergbau vorbei sind interessant. Gern hätte ich den Lastwagen weiter zugeschaut und die Riesenhügel aus Kies und Gestein bewundert. Stattdessen will mich mein Navi auf die Autobahn schicken. … 

Die Sache mit dem Navi ist so eine für sich. So praktisch, wie es für die Planung ist, fürs Kilometer zählen, die Höheneinschätzung, die Umrechnung, wenn  man sich doch mal verfährt – so bleibt es doch eine doofe Maschine. „Jetzt links abbiegen“ befiehlt es mir und ich stehe vor einer Autobahnauffahrt.

„Jetzt geradeaus“ höre ich und der einzige Weg macht eine romantische Linkskurve.

„Du hast die Route verlassen, schau auf die Karte“ – ich schaue brav auf die Karte, während das Navi mir den Bildschirm schwärzt.

Eigentlich ist es lustig: „Jetzt rechts halten, dann links abbiegen, jetzt links halten, jetzt links abbiegen“ – eine Salve von Befehlen erreicht mich, während ich alternativlos geradeaus radle. Aber ich bin der Tante nicht böse, sie ist so programmiert und ich kann zum Glück selber entscheiden, ob ich mich fremdgesteuert auf die Bootsrutsche Richtung Donau begebe oder freiwillig links auf den Beschleunigungsstreifen der Autobahn. Insgesamt gesehen, ist das Navi schon sehr hilfreich.

Was haben wir für ein Glück! Der Campingplatz hat einen Badesee. Und nachdem wir das Zelt aufgebaut haben, schmeißen wir uns mit letzter Kraft in die Badeklamotten, um in der Mitte des Sees die verlorenen Lebensgeister wiederzufinden, die uns in der Hitze „vom Gepäckträger geflutscht“ sind. Und da haben wir sie auch gefunden. So ein Bad an idyllischem Ort macht alles wieder gut 🙂

→ → → Großes Radeldidö-Gewinnspiel ← ← ←

Wir haben seit 40 Jahren Erfahrung mit Outdoor-Ausrüstung, doch auf jeder Lapplandtour – und nun auch auf dieser Radreise – kommen uns neue Ideen für Verbesserungen: von klitzekleinen bis riesengroßen (unterwegs E-Bike kaufen 😉 )

Heute kam uns der Gedanke, dass es einen Helmaufsatz geben müsste, bei dem eine kleine Turbine durch den Fahrtwind angetrieben wird und dabei einen Akku auflädt. Am Ziel kann man das Gerät dann als Ventilator benutzen. … Okay, erwischt: Du bist sicher nicht so naiv, dies für eine machbare Idee zu halten. …

Und genau um solche verrückten, undurchführbaren, lustigen – aber ungemein nützlichen – Ideen geht es bei unserem Radeldidö-Gewinnspiel!

Alle unsere fleißigen Follower sind aufgerufen, Ihre ultimative Ausrüstungsidee in den Kommentar zu schreiben! Der beste Vorschlag (den wir in etwa zwei Wochen gemeinsam ermitteln) wird mit einem echten Zirbenschnapserl belohnt (natürlich per Rad transportiert über Berg und Tal und rund 1.500 km).

Also, versetzt euch mental in unsere Lage, strengt die grauen Zellen an und dann ran an die Tasten! Jeder Unsinn ist Willkommen 🙂

Schreibe einen Kommentar